Vom Bodensee zum Neuenburgersee in 4 Tagen per Skates

3 Mittelland Skate
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Mittelland Skate

Mittelland Skate
Romanshorn–Neuchâtel / Estavayer-le-Lac
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Wir, zwei vom Rolling-Apple-Skate-Club, haben die Mittelland-Skating-Route von Romanshorn nach Estavayer-le-Lac unter die Rollen genommen - und die Strecke mit Bravour geschafft - jipijee!
Am Samstag 04.06.2011 haben Irene und ich unsere 1. Etappe von Romanshorn nach Wila (im Tösstal), mit viel Durchhaltewillen und bei schönstem Sonnenschein, nach 93.280 km und 6 Std. 20 Min. Fahrzeit erfolgreich beendet. Zwar mussten wir in Winterthur ganz schön nach der Skaterroute suchen, aber da wir unser Ziel kannten, folgten wir unserem Instinkt bis wir ausserhalb der Stadt wieder auf die Route 3 stiessen. Bei Irene zu Hause gab’s zur Belohnung einen feinen Znacht. Leider litten Irenes Zehen nach diesem ersten Tag extrem, aber statt aufzugeben entschied sie sich, die Tour am nächsten Tag per Bike fortzusetzen obwohl ihr natürlich auch die Veloschuhe in dieser Situation auf die geschundenen Zehen drückten (danke, dass wir unser Vorhaben trotz allem fortsetzen konnten!). Bevor wir uns zur Ruhe begaben wurde die nächste Etappe nochmals in allen Einzelheiten studiert und besprochen.

Am Sonntag 05.06.2011 um 06.00 Uhr starteten wir unsere 2. Etappe, die uns über 125 km in den Kanton Solothurn nach Stüsslingen führte. Das war ein verhexter Tag, wir wussten dass uns die längste Etappe bevorstand und achteten deshalb extrem auf die Routentäfelchen, trotzdem passierte es, dass diese an wichtigen Verzweigungen unauffindbar waren, wodurch wir sehr viel Zeit und Weg (und Nerven!) durch falsches Herumirren verloren haben. Auch meine ausgedruckten Kartenausschnitte und die darauf markierten Strecken halfen uns zeitweise nicht weiter. Einmal war sogar eine Tafel durch Strolche verbogen worden, was wir erst nach der Irreführung in eine Sackgasse bemerkt hatten. Einige Tafeln musste man im Gestrüpp suchen und wieder andere fehlten tatsächlich. Auch mussten wir bei einer Tafel erst einen Kleber entfernen um die Richtung des Pfeiles deuten zu können. Nachdem wir Aarau erreicht hatten, schien uns unser nächstes Schlaflager, das ich für uns ausserhalb der Skaterroute ausgesucht hatte, endlich in reichbarer Nähe. Doch das täuschte, es folgte ein harter, langer, sehr sehr steiler Aufstieg. Um 18.10 Uhr hatten wir dann endlich das "Schlafen im Stroh" erreicht und kippten bald nach einer erfrischenden Dusche und einem kleinen Znacht todmüde in die Schlafsäcke.

Der Montag 06.06.2011 erwartete uns mit regenverhangenen Wolken, die sich während mindestens 2 Std. entleerten. Trotzdem haben wir uns wieder beizeiten 07.00 Uhr auf den Weg gemacht. Zum Glück konnte mich Irene mit ihrem Bike auf den steilen, nassen und rutschigen Strassen bremsen, sonst hätte ich zu Fuss runterlaufen müssen. Auch an diesem Morgen mussten wir irgendwo die richtige Route verpasst haben, denn wir passierten einen Wanderweg neben der Aare, der über einen sehr steilen Aufstieg über eine Holzbrücke und einen Kiesweg führte, ohne Geländer hätte ich das gar nie geschafft, so rutschig war alles! Auch von einem nassen Waldweg wurden wir nicht verschont. Irgendwann begrüsste uns dann auch wieder die Sonne und alles ging viel entspannter vonstatten :-)! Unser Etappenziel im bernischen Meienried erreichten wir locker nach 74.470 km gegen 15.00 Uhr. Hier erwartete uns ein ganz luxuriöses "Schlafen im Stroh", endlich konnten wir uns mal so richtig gut erholen. Das Morgenbuffet am darauffolgenden Tag war hotelkonform. (Schlafen im Stroh, sehr zu empfehlen: Fam. Käser, Dorfstr. 1c, 3294 Meienried).

Am Dienstag 07.06.2011 erwartete uns die letzte Etappe nach Dompierre, wo wir unsere Mittellandskating-Route beenden wollten, da dies der letzte Schlafplatz im Stroh, kurz vor Estavayer-le-Lac, war. Dank guten Beziehungen, profitierten wir von einem hervorragenden Shuttle durch ein "unwegsames" Gebiet (herzlichen Dank Röne mit ö ;-), war super, dich zu einem Kaffee zu treffen!). Unser Endziel Dompierre im Kanton Fribourg erreichten wir nach 60.2 km und 3 Std. 44 Min. in bester Verfassung. Hier übernachteten wir ein letztes Mal im Stroh und wurden auch noch zu einen Geheimtipp im Keller geführt: Liqueur, Konfi, Sirup ect. viele feine selbstgemachte Sachen! (Schlafen im Stroh: La Magie de la ferme).

Irene, diese Tour war hart und mit einigen Schmerzen verbunden - trotz allem hat sie mir super Spass gemacht und wir haben einander bewiesen, dass mit viel Kopfleistung sehr viel zu erreichen ist!!! Danke, dass du mitgemacht hast! Corinne.

Total: 352.95 km mit 9 kg Gepäck in 4 Tagen.
Bemerkungen zur Routenausschilderung: Positiv: Die Strecke verläuft vorwiegend abseits von Hauptverkehrsstrassen durch wunderschöne Landschaften. Negativ: Es gibt sehr viele Verzweigungen, an denen die wichtigen Routentäfelchen nicht zu finden sind. Viele sehr steile Abfahrten, die nicht erwähnt werden und die in einer Strassenkreuzung oder an einem sonstigen Hindernis enden, wo man nicht einfach ausfahren lassen kann.
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